Covid-19

(Einige Kommentare. Work in progress, deswegen auch keine Änderung der blöden Formatierung. Ich werde den ganzen Subsch sicher irgendwann systematisch aufarbeiten, aber das kann dauern – )

Vor mir steht die undankbare Aufgabe, Alexander Unzicker gegen die große Mehrheit der Angreifer und Kritiker in Schutz zu nehmen, obgleich ich seine Darstellung, wenn ich den Summenstrich darunter ziehe, kaum weniger hart zurück weise, als diese.

Verheuchelter, republikanischer Verbalradikalismus

Allgemein und grundsätzlich gesprochen verläuft meine Kritik entlang der Linien, die Suitbert Cechura, in Was heißt hier Volksgesundheit?, und Renate Dillmann, in Angst vor dem Virus, Vertrauen auf den Staat?, aufgezeigt haben [^1].
Doch gegen solche Kritik kann sich Unzicker mit der Autorität des durch die bürgerlichen Gesellschaften, die in diesen Artikeln kritisiert sind, hindurch tobenden SARS-CoV-2 verwahren; das tut er schon in seinem Untertitel, der sinngemäß sagt: ‚Das Kind ist im Brunnen, aber vor’m Ersaufen wäre es noch zu retten‘.
Okay, aber wie?

Dazu macht Unzicker eine Reihe von Vorschlägen – das betrifft nicht alle! – die durch die Eigentümlichkeit, den inneren Widerspruch, daß er mit humanitärer Rücksicht und Autorität nicht achten will, was das Kind in den Brunnen befördert hat, den Charakter wohlfeiler Kanzelrede erhalten.
Unter dem Reiter „Sofortmaßnahmen“ figuriert bei Unzicker als erster Punkt:

– Für jeden, insbesondere natürlich für Menschen mit vielen beruflichen Kontakten, müssen Masken zur Verfügung stehen. .. Das Leugnen der Wirksamkeit ist geradezu kriminell. Ist man zu stolz, China um Hilfe zu bitten?

Das ist schon im Lichte der Veröffentlichungen seines Kronzeugen, Tomas Pueyo, eine entbehrliche Parole. Die Masken sind nicht verfügbar.
Stattdessen erhalten und erzwingen diejenigen, die Unzicker zum Handeln aufruft – bzw. dies nur vorgibt, wie unten zu sehen – jede Menge Gelegenheiten, in denen fehlende Masken unnötigerweise schädlich werden. Pueyo hatte dieser Lage Rechnung getragen, indem er die Unternehmen und Büroleiter aufforderte, sehr ernsthaft darüber nachzudenken, ihre Betriebe und Abteilungen zu schließen, ohne daß dies administrativ verfügt werde und begründet ausführlichst in seiner Darstellung, daß und warum in Europa und den USA administrative Maßnahmen längst verdammt sind, zu spät zu kommen. Was sie nicht erübrigt, aber das ist ein anderes Thema, als Kindsrettung resp. „Sofortmaßnahmen“.
Der Rest der „Sofortmaßnahmen“ ist angesichts der bereits ergriffenen staatlichen, föderalen und kommunalen Maßnahmen bestenfalls selbstbeweihräucherndes Geschwätz. „Bestenfalls“, weil ich an dieser Stelle nicht darüber nachdenken will, was Unzicker mit:

Schließungen von Betrieben, Geschäften, Restaurants, Schulen und Universitäten nur als Notmaßnahme. (Herv. v. mir)

gemeint oder gefordert haben will. Denn welche Kriterien für „Not“ er an dieser Stelle im Hinterkopf hat, wird sein Geheimnis bleiben müssen.

Nach diesem Muster geht es auch unter „2. Kurzfristig“ weiter:

– Einrichtung von COVID19-Behandlungszentren in Hallen oder Zelten durch die Landkreise oder Städte, gegebenenfalls unterstützt durch technisches Hilfswerk oder Bundeswehr.
– Dort findet Erstdiagnostik statt durch Fiebermessen, Blutbild, Sauerstoffsättigung, Lungen-CT, Influenza- und SARS-CoV2-Test sowie die Behandlung leichter Fälle, auch medikamentös.

Einerseits ist das vielerorts in Planung und sicher hier und da schon in Umsetzung. Andererseits fehlen alle Voraussetzungen, die zu schaffen allerdings in Arbeit ist, zumindest überwiegend.

  • Es gibt frühestens ab nächster Woche die verlangten Testkapazitäten.
  • Es gibt, wie Unzicker oben selbst eingeräumt hat, nicht das Material, das Personal von Feldlazaretten zu schützen.
  • Es gibt dies Personal nicht.
  • Es gibt keine Betten.
  • Es gibt die verlangten Geräte nicht.

Was in diesem Bereich aktuell möglich zu machen wäre, müßte zumindest überwiegend auf privater und korporativer Initiative beruhen, darunter erst zu schaffende Zusammenschlüsse, um Kapazitäten und Ressourcen auf lokalen Ebenen verfügbar zu machen.
Abermals: Staatliche /administrative Maßnahmen kommen zu spät. Es sei denn, die Bundesregierung setzte augenblicklich alle Notverordnungen in Kraft und errichte mit ihnen ein militärisches Regime. Doch auch das würde, nach allem was wir vernünftigerweise wissen können, voraussichtlich mehr schaden, als nützen, weil Bundeswehr, Polizei und technische Hilfsdienste für sowas nicht aufgestellt sind, und der Übergriff auf föderale Regierungen und Kapazitäten das Chaos nur vertiefen, den Schaden nur vergrößern könnten.

Schließlich noch dies:

(1) Alle Erkrankten sollen auf Wunsch Zugang zu neuartiger medikamentöser Behandlung innerhalb von Studien erhalten, insbesondere wenn vorläufige Evidenz für die Wirksamkeit vorliegt.
(2) Sicherstellen der Medikamentenversorgung, ggfalls staatliches Außerkraftsetzen von Patenten.

Unzicker weiß genau, daß (1) nicht in der Macht des Staates liegt, den er eingangs zur einzigen Ressource erklärt hat:

Umsetzen kann man eine solche Strategie der Vernunft derzeit nur in Nationalstaaten. 

und (2) nicht dem Willen der Nationalstaaten ob- und unterliegt. Von China und Italien weiß ich – Unzicker wahrscheinlich auch – daß private, kommunale und vielleicht auch föderale Stellen sich zu Rechts- und Gesetzesverletzungen ermächtigt haben, z.B. auch 3D-Printing von Hilfsmitteln, die auf nationaler Ebene unabsehbare Konsequenzen hätten. Das mag auch andernorts geschehen und steht irgendwann im kommenden Jahr zu einer „juristischen Heilung“ an. Dafür mag man Unzickers Pfaffenrede dann unterstützend bemühen.

Und übrigens: Vollends grotesk wird die Sache, wenn Unzicker sich darüber beschweren wollte, daß sein Auftritt zum gefundenen Fressen für die Legion der Fernsehsessel-Faschisten wird, die ihn der Panikpropaganda zugunsten  der „Bänker“ und deren angeblicher Erfüllungsgehilfen bezichtigt.

„Kopflosigkeit“ und das Racket der US-Putschisten

Fortsetzung zu „Die Regierung braucht keinen Unzicker“
https://www.heise.de/forum/p-36384430/

Ein Artikel, der heute in DefenseOne erschien, hätte sachgerecht mit „Die kopflosen USA“ betitelt werden können. Stattdessen hieß er: „This Is How We Can Beat the Coronavirus“
https://www.defenseone.com/ideas/2020/03/how-we-can-beat-coronavirus/163989/

Der Inhalt: Weitgehend identisch mit dem, was Unzicker schreibt, nur auf amerikanische Verhältnisse gemünzt. Mit einem wesentlichen Zusatzpunkt, auf den ich später zu sprechen kommen werde.
Die Schlußabsätze:

The last time we faced a pandemic with this level of infectivity, that was this dangerous … was a 100 years ago, and it led to 50 million deaths. The coronavirus pandemic isn’t unprecedented, but it’s not anything almost anyone alive has experienced before. We, are, however, much more knowledgeable, much more coordinated, and much more capable today.
Some Americans are in denial, and others are feeling despair. Both sentiments are understandable. We all have a choice to make. We can look at the coming fire and let it burn. We can hunker down, and hope to wait it out—or we can work together to get through it with as little damage as possible. This country has faced massive threats before and risen to the challenge; we can do it again. We just need to decide to make it happen.

Der Autor ist der intellektuelle Dean der föderalen US-Gesundheitspolitik, Ashish Jha, Ashish Jha, K.T. Li Professor of Global Health at the Harvard T.H. Chan School of Public Health and the Faculty Director of the Harvard Global Health Institute, Schwerpunkt Statistik und Politikberatung
https://globalhealth.harvard.edu/people/ashish-jha
Hauptbeschäftigung von zwei Jahren: Die US-Krankenversorgung gesundbeten und seine Inanspruchnahme verbilligen:

”Quantity is not what separates us from other countries,” he says. “It’s not that we don’t have an overuse problem — we probably do have an overuse problem — but that does not explain our exceptional spending. That is the key point: Overutilization is driven by a bunch of factors that appear to be common in other health care systems.”
In other words, the thing that separates us from other countries isn’t quantity. It’s price — and that’s the key issue to focus on.

Das unterscheidet ihn nun ernstlich von Alexander Unzicker, bildet aber den Hintergrund dafür, wie sich der DefenseOne- Artikel, der, fast selbstredend, auch im „Atlantic“ und auf weiteren Plattformen erschien, in die aktuelle politische Szenerie in den USA fügt.

Denn die zitierten Schlußabsätze lassen doch wohl kaum Zweifel, daß Trump das erste Hindernis sein soll, das dem Endsieg im Wege stehe; und sei es nur, um die „Spaltung der Nation“ aufzuheben, für die immer der Führer verantwortlich ist, nie seine Angreifer, jedenfalls so lange nicht, wie die Parole nicht von Polizeitasern eingebrannt wird, oder sich mit dem 4 Mrd – Vorrat Verhackfleischungsmunition (Teilmantelgeschosse) in den Volksleib frisst, die DHS 2012 für Polizei und Nationalgarde gebunkert hat.

Deswegen fügt sich dieser Atlantic-Artikel zu den halb Dutzend anderen, noch viel deutlicheren auf DefenseOne erschienenen Veröffentlichungen aus gleicher Quelle, die ich schon summarisch erwähnt hatte:
https://www.heise.de/forum/p-36376845/
Wer das prüfen will, gucke dort halt nach, aber beschwere sich nicht, daß es auf gut 60 Seiten Text hinaus läuft.

In zitierten Posting hatte ich auf Obamas Executive Order — National Defense Resources Preparedness verwiesen:
https://obamawhitehouse.archives.gov/the-press-office/2012/03/16/executive-order-national-defense-resources-preparedness

Es sieht im Krisen- Katastrophenfall von transnationalen Dimensionen ein Notstandskabinett vor, das vom Außenminister angeführt wird. Das Notstandskabinett inkorporiert die dystopischen Vollmachten der Homeland Security und FEMA … Aber es bindet den Außenminister auch an alle anderen Mitglieder des Notstandskabinetts, beugt also auf diese Weise einer präsidentiellen Machtergreifung vor.

Trump, schlau wie er ist [1], hat den Act jetzt selbst berufen –

– allerdings nur in der Vorgängerfassung von 1950, aus der er sich für einzelne Erzwingungsmaßnahmen bedienen kann.
Er tritt damit eine Flucht nach vorn an. Oder wollt ihr ernstlich glauben, die Regierung hätte keine weniger drastischen Mittel gehabt, ausgerechnet den Pleitegeier GM zur (Staats-)raison zu nötigen?
Er hat die Kraftprobe mit Pompeo und seinen Spießgesellen angenommen, schließe ich daraus. Das verheißt nichts Gutes, und der Zug ist so oder so abgefahren; aber – Antiamerikanismus ist eben deshalb das dümmste Ressentiment, dem das hiesige Publikum sich jetzt ergeben kann. Den wird die deutsche Regierung – neben den anderen europäischen Regierungen – in wenigen Wochen gegen Trump für sich pachten.
Deshalb poste ich das überhaupt und tue es an dieser Stelle.

Ach ja, nun noch zum oben erwähnten amerikanischen Zusatz.
Ashish Jha schreibt:

By the summer, the report …

[gemeint ist der 14 Tage alte Report des „Imperial College, London“, der seither als Grund angeführt wird, daß die Regierung Johnson ihre „Politik geändert“ habe, was einfach nicht stimmt – nur die Rhetorik änderte sich]

… calculates, the number of people who become sick will eventually reduce to a trickle.
On this path, though, the real horror show will begin in the fall and crush us next winter, when COVID-19 comes back with a vengeance.
This is what happened with the flu in 1918. The spring was bad. Over the summer, the numbers of sick dwindled and created a false sense of security. Then, all hell broke loose. In late 1918, tens of millions of people died. If a similar pattern holds for COVID-19, then while things are bad now, it may be nothing compared to what we face at the end of the year.

Ich habe, schematisch gesprochen, in früheren Postings selbst die Gefahren einer zweiten Welle besprochen, aber mit einem wesentlichen Unterschied: Ich habe nicht unterstellt, wie Ashish (oder besser: seine Einflüsterer, denn er selbst dürfte davon vergleichsweise wenig verstehen), daß die Pathogenität des Virus in einer zweiten Welle gesteigert sein könnte. Ob das 1918 der Fall gewesen ist, läßt sich nicht mehr ermitteln, denn der eingetretene Effekt könnte ebensogut mit der gesundheitlichen Schwächung der Bevölkerungen zusammenhängen. Generell aber ist im Falle einer breiten Durchseuchung für eine zweite Welle ein angepassteres Virus zu erwarten, dessen Pathogenität abgeschwächt ist.

Wer an dieser Stelle nicht wenigstens in Erwägung zieht, es könne „im Plan“ liegen, den politischen Verwerfungen, die im Nachgang der ökonomischen Folgeerscheinungen der Epidemie anstehen, unter gewissen Umständen mit „Liebesgrüßen“ aus Porton Down und /oder Fort Detrick nachzuhelfen, der ist gewiß dümmer, als Trump je gewesen ist.

[1] Trumps „Bildungsferne“ und das methodische Sich-Dumm-Stellen sind trügerisch. Ich denke, er wird sich nach kurzer Zeit geschlagen geben, aber falls ich mich irre, kann das ziemlich übel ausgehen.

(Nebenbemerkung an faschistische Kritiker)

„(D)er Bürger (ist) für den Staat da, nicht umgekehrt“

Mein Titelsatz stimmt, aber wenn ich ihn sage, habe ich nicht recht. Er verstößt gegen Geist und Buchstaben des Grundgesetzes, das auf dem Idealismus besteht, es habe anders herum zu sein.
Das heißt, wenn ich in irgend einer Weise praktisch auf dem Urteil im Titelsatz bestehen wollte, laufe ich Gefahr, eingesperrt zu werden, unter gewissen Umständen 10 Jahre lang.
Mit anderen Worten: Das Staatswesen macht seinen Idealismus wahr.

Du hast allerdings etwas anderes getan, als ich. Du hast geschrieben:

Grundsätzlich ist der Bürger für den Staat da, nicht umgekehrt

Auf das „grundsätzlich“ bist Du verfallen, weil Du weißt, daß Du nicht recht hast, und daß, weil Du nicht recht hast, auch nicht stimmt, was Du schreibst.
Das Wort „grundsätzlich“ setzt einen Idealismus gegen den gewaltsam wahr gemachten Idealismus vom demokratischen Staatsdienst.

Genau dieser Umstand bestimmt Dich zu einem potentiell militanten Faschisten. Wenn Idealismus gegen Idealismus steht, entscheidet militärische Gewalt, wer „recht“ hat.

Unter den Tisch fällt dabei die Wirklichkeit dessen, was der bürgerliche Staat ist und leistet, eine Wirklichkeit, die abstrakt – allgemein in den Widerspruch und Gegensatz mündet zwischen wahr gemachtem Idealismus (Fachwort: „Realabstraktion“) einerseits, und dem Gehalt dessen, was getan wird, andererseits.

Du, der Faschist, willst dem Militärherrscher eine Wahrheit seiner Herrschaft vorbuchstabieren.
Und das ist sehr irre und dumm, weil erstens gegen Deine realen Bedürfnisse und Interessen gewendet, die dieser Herrscher sowohl bestimmt als beschneidet und zweitens ohne jede Rücksicht auf die tat-sächlichen Gründe und Zwecke dessen, was geschieht.
Mit anderen Worten: Es ist eine fantastische Kraftprobe mit dem Souverän.

[^1]: Plus meinen Ergänzungen und Korrekturversuchen in Kommentaren dazu, auf einige werde ich unten eingehen.

3 Kommentare zu „Covid-19

Gib deinen ab

  1. (Ein älterer Kommentar, der neue Aktualität erhalten hat.)

    Ansatzweise hatte ich das schon vor drei Tagen begründet:
    https://www.heise.de/forum/p-36354838/
    Bitte beachtet dazu meine Abgrenzung von ressentimentgeleiteten VT’s:
    https://www.heise.de/forum/p-36355170/

    Gestern hat Pompeo etwas Seltsames getan:
    [quote]Pompeo says China still withholding coronavirus information … saying its ruling Communist Party was still denying the world information needed to prevent further cases.
    saying its ruling Communist Party was still denying the world information needed to prevent further cases.[/quote]https://twitter.com/Reuters/status/1242665121903775749?s=20

    Selbst Leute, die sehr schwer von kp sind, müssen hier doch bitteschön fragen: Hä?? Was soll das denn jetzt noch! Dazu müssen sie nichtmal wissen, was die chinesischen Forscher und Behörden alles ‚rübergereicht haben. Denn alles, was an Wissen über das Virus von praktischem Belang ist, können „die Amis“ anhand der eigenen Epidemie studieren. Wovon redet Pompeo also?
    Die Antwort ist [i]zwingend[/i], wenn man [b]nicht [/b]unterstellen will, er plappere buchstäblich Schwachsinn daher: Pompeo setzte die [i]Verschwörungstheorie [/i]ins Recht, das Virus sei einem [i]chinesischen Labor[/i] entsprungen.

    TomGard-Leser wissen, daß dies durchaus möglich ist, aber die Pikanterie aufweist, daß das US-Verteidigungsministerium via DARPA an den entsprechenden Forschungen nicht unbeteiligt ist, von Israelischen und Schweizer Beteiligungen zu schweigen. Wozu könnte Pompeo die VT also benutzen wollen?

    Einen Schlüssel könnte man in folgendem Video sehen:

    Das ist die “ … we are in a live exercise …“- Ansage Pompeos, die einige von euch vom User maningi kennen werden, zu der Trump im Hintergrund bitter sagt: [i]“[i]You should have let us know.[/i]”[/i]
    ? Was geht hier vor ? fragen sich seither die VT’ler

    Die Antwort scheint mir nach dem neuen Vorstoß Pompeos klarer, denn je. Trump beschwert sich, Pompeo hätte ihm dasjenige, was zu dem Urteil „live exercise“ führt, früher sagen sollen. Der Drill, die Manöverübung, mit der Pompeo die Epidemie vergleicht, gilt einem chinesischen Biowaffenangriff. Trump sagt also im Klartext:
    [i]Du hättest früher damit ‚rausrücken müssen, daß das Vieh aus einem chinesischen Labor stammt.[/i] (‚… denn dann stünde ich nicht als der Hanswurst da, wie jetzt‘) Das ist also etwas, was Pompeo Trump als das Geheimste aller Geheimnisse „verraten“ hat – um es jetzt durch die Blume der Presse zu erzählen und jedem, der die Botschaft zu entziffern weiß.

    So. Ab hier geht es nur noch um Fakten.
    Obama hat der US-Regierung 2012 ein [i]wunderbares [/i]Instrument an die Hand gegeben, die Executive Order — National Defense Resources Preparedness
    https://obamawhitehouse.archives.gov/the-press-office/2012/03/16/executive-order-national-defense-resources-preparedness
    Das Dekret beruht auf einem Vorgänger von 1950, geht aber einen sehr großen Schritt darüber hinaus. Es sieht im Krisen- Katastrophenfall von [b]transnationalen [/b]Dimensionen ein [i]Notstandskabinett [/i]vor, das vom [i]Außenminister [/i]angeführt wird. Das Notstandskabinett [i]inkorporiert [/i]auf diese Weise all die dystopischen Vollmachten der Homeland Security und FEMA, bis hin zu Arbeitslagern und Massenexekutionen. Aber es [i]bindet [/i]den Außenminister auch an alle anderen Mitglieder des Notstandskabinetts, beugt also auf diese Weise einer [i]präsidentiellen Machtergreifung[/i] vor.
    Das richtete sich seinerzeit gegen das Gespann Biden / Killary.

    Jetzt wäre es ein geeignetes Instrument, gegen Trump zu putschen, ohne ihn nominell abzusetzen. Er könnte weiter aus dem Weißen Haus twittern und repräsentatives Geschwätz von sich geben, während alle Macht in der Hand eines von Pompeo angeführten Notstandskabinetts versammelt würde.

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    1. Ein aktueller Punkt: Die gesamte transatlantische Presse lastet die Entlassung des Kapitän Brett Crozier Trump an. Sie erwähnt nicht, daß SecNavy Moldy das zunächst ausdrücklich dementiert hat. Aktuell äußert er sich nicht mehr dazu.

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    2. Wuhan lab virus leak ‘no longer discounted’: Cobra
      Latest UK intelligence suggests there is a credible alternative view to the theory that the virus came from animals

      While “the balance of scientific advice” is still that the deadly coronavirus was first transmitted to humans from a live animal market in Wuhan, a leak from a laboratory in the Chinese city is “no longer being discounted” by UK ministers, according to a report in The Mail on Sunday.

      One member of Cobra, the emergency committee led by Boris Johnson, said that while the latest intelligence did not dispute the virus was “zoonotic” – originating in animals – it did not rule out that the virus first spread to humans after leaking from a Wuhan laboratory, the report said.

      The member of Cobra, which receives classified briefings from the security services, said: “There is a credible alternative view [to the zoonotic theory] based on the nature of the virus. Perhaps it is no coincidence that there is that laboratory in Wuhan. It is not discounted.”

      The Johnson government is reported to be furious after scientists told the PM China may have downplayed its number of confirmed cases of the coronavirus by an astonishing “factor of 15 to 40 times.” (…)
      American biosecurity expert Professor Richard Ebright, of Rutgers University’s Waksman Institute of Microbiology, New Jersey, said that while the evidence suggests Covid-19 was not created in one of the Wuhan labs, it could easily have escaped from there while it was being analyzed, the report said.

      Prof Ebright said he has seen evidence that scientists at the Centre for Disease Control and the Institute of Virology studied the viruses with only “level 2” security — rather than the recommended level 4 – which “provides only minimal protection against infection of lab workers,” the report said.

      He concluded that the evidence left “a basis to rule out [that coronavirus is] a lab construct, but no basis to rule out a lab accident.”
      https://asiatimes.com/2020/04/wuhan-lab-virus-leak-no-longer-discounted-cobra/
      (Dank an „Venice“)

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