Syrien: Wer immer wen ausgetrickst hat – NATO gewinnt

„Oh my gosh“, zitiert der Washington Examiner die US-Nato-Botschafterin Kay Hutchison, konfrontiert mit den jüngsten Meldungen aus Ankara. Nach dem üblichen Geschwätz kommt eine klare Ansage:

“Nothing has been really brought up for a decision in NATO,” she said. “They see the situation as being, just, very much moving into crisis mode. And so I cannot tell you that we’ve talked about any action whatsoever.”

Obenauf gab sie ihre Erwartung kund, Ankara werde nun Grund genug haben, zu Kreuze zu kriechen:

“I just hope very much that President Erdogan sees who is their reliable partner and who isn’t. They see what Russia is … and if they are attacking Turkish troops, then that should outweigh everything else that is happening between Turkey and Russia.“

„Sputniknews“ fügt bezeichnenderweise hinzu: „And they need to drop the S-400″, said Hutchinson.
Ob Letzteres erfunden ist, oder nicht, es kennzeichnet die Lage. Kein Außenstehender wird erfahren, wie es dazu kam, daß die russische Luftwaffe im Verlauf des gestrigen Tages die türkische Rückeroberung Saraqebs und damit die erneute Blockade der Verbindung Hama-Aleppo zugelassen hat, doch was folgte, war so gut wie zwangsläufig und daher im Plan des- oder derjenigen, welche die ausschlaggebenden Entscheidungen dazu fällten: Damaskus konnte sich von diesem Moment an nicht länger an Sochi binden und mußte dem Kreml die Stirn bieten. Die syrische Entscheidung zu einem Luftangriff auf eine türkische Stellung in den Zawiah-Bergen die, abseits der bisherigen Hauptkampflinien, die M4 gegen syrische Truppenansammlungen entlang der M5 sichern sollte, wählte stocknüchtern die vermutlich einzig erhältliche Methode, Moskau eine Botschaft zukommen zu lassen, die nicht ignoriert werden kann.

Doch nun wird, denke ich, der Kreml via Ankara eine gleichermaßen klare Botschaft ausliefern, wo in Moskau Hemd und Hose sitzen. Russland verliert nichts Zählbares, wenn türkische Artillerie und Panzertruppen die ausgezehrten Reste der SAA zu Klump schießen. Man hockt sicher auf dem russischen „Flugzeugträger“ Latakia, mitsamt seinen Gasvorräten, den anzutasten Erdogan sich hüten wird.

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